

In deutschen Städten lässt sich gegenwärtig ein Trend verfolgen: die Urbanisierung der Innenstädte. Damit wachsen vor allem die Anzahl der Pendler vom Umland in die Kerne, sowie der tägliche Stadtverkehr. Das führt zu einem enormen Anstieg des Fahrzeugbestands in den Zentren. Mit immer mehr Parkhäusern versucht man dem steigenden Bedarf an Parkplätzen gerecht zu werden.
Was bedeutet diese Entwicklung für Einsatzkräfte? Die Anzahl an dicht belegten Parkhäusern wächst. Brechen dort Feuer aus oder sind Personen durch einen Unfall in ihre Fahrzeuge eingeklemmt, stellen die beengten Voraussetzungen höchste Anforderungen an die Einsatzkräfte. Hinzu kommt, dass die Parkhäuser teilweise zu eng sind und zu steile Rampen haben. Selbst der ADAC hat bei einem Parkhaus-Test in der Frankenmetropole Nürnberg eine mäßige Bilanz gezogen - vor allem, was die Sicherheit betrifft.
Die Eschborner Feuerwehr ist mit ihrem neuen Tiefgaragenlöschfahrzeug bestens aufgestellt, wenn es eng wird. Der VW T5 GP-Halbbus ist ein wendiger Transportwagen, dessen Höhe dank eingebauter Luftfederung für niedrige Deckenhöhen individuell verstellbar ist.
Der Innenraum des hinteren Teils ist durch eine massive Trennwand in Mannschafts- und Geräteraum unterteilt. Dort sind neben einer kompakten Löscheinrichtung, Atemschutzgeräten und KED-System auch die Rettungsgeräte der LUKAS eDRAULIC-Serie untergebracht.

Im Gegensatz zum aufwendigen Einbau von Aggregaten waren die eDRAULIC-Geräte mit einer kleinen Einbaumaßnahme schnell in das Tiefgaragenlöschfahrzeug integriert.
Sie sind sofort startklar und sparen ohne Schläuche Platz und Durcheinander beim Einsatz auf engstem Raum. Das bietet dem Eschborner Einsatztrupp volle Bewegungsfreiheit und erlaubt auch unkompliziertes Retten über mehrere Etagen.
Arbeiten mit voller Leistung, ohne Verzögerung bei der Inbetriebnahme und dann auch noch minimaler Stauraum-Anspruch - das hat die Feuerwehrleute überzeugt.
Auch in Parkdecks und Tiefgaragen an anderen Orten werden in Zukunft immer mehr wendige Fahrzeuge mit Platz sparenden Rettungsgeräten gebraucht. Publikumsmagneten wie Messen oder Sportstadien, aber auch Flughäfen brauchen deshalb eine leistungsfähige Ausrüstung, die diese Voraussetzungen erfüllt.
Fotos: Uwe Bunzel